Dachser
Investition mit Langzeitwirkung Dachser AG senkt Telekommunikationskosten mit GSM-Gateways
| Nutzt ein Unternehmen für Gespräche vom Festnetz in Mobilnetze ein GSM-Gateway des deutschen Telekom-Spezialisten Vierling, sinken die Kom-munikationskosten spürbar. Trotz der komplexen Technik im Hintergrund bleibt das Sparen für die Mitarbeiter nahezu unbemerkt. Und dies ist auch die eigentliche Sensation an dieser Technik: Das Gateway wird völlig transparent an die vorhandene Tele-fonanlage angebunden. Vierling ließ das Gateway auch gleich für die Inte-gration mit Siemens-HiPath Systemen zertifizieren und hat mit fast allen |
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| anderen TK-Anlagenherstellern entsprechende Tests absolviert | Das Speditionsgeschäft unterscheidet sich in zweierlei Hinsichten besonders von anderen Branchen. Zum einen ist da der enorme Zeitdruck – Kunden rufen oft genug erst an, um ein Transportproblem zu lösen, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist. Zum anderen ist der Konkurrenzdruck dank der Globalisierung im Speditionsgewerbe eher noch größer als in anderen Branchen. Wer einmal einen zu hohen Preis verlangt, ist innerhalb von Minuten den treuesten Stammkunden los. Folglich reduzieren besonders die großen, weltweit agierenden Speditionen wie die Dachser AG an allen erdenklichen Stellen interne Kosten, um möglichst günstige Preise kalkulieren zu können – auf externe Kosten wie Spritpreise, Tariflöhne u.ä. haben die Spediteure ohnedies nur wenig Einfluss. Die österreichische Niederlassung von Dachser hat nun ein Instrument im Einsatz, mit dessen Hilfe sich Telefonkosten – und damit ein Teil der Nebenkosten, die für nahezu jeden Auftrag anfallen – drastisch reduzieren lassen.
Einfaches Prinzip Um das eigentlich einfache Prinzip zu verstehen, muss man sich zunächst die Preisstruktur bei Telefonaten vergegenwärtigen. Am günstigsten sind heute nationale Festnetzverbindungen, am teuersten internationale Verbindungen mit Mobiltelefonen. Die Preise für derartige Verbindungen werden derzeit zwar via EU-Verordnung deutlich gesenkt, wahrhaft billig werden sie davon aber nicht. Recht teuer sind nationale Verbindungen zwischen Festnetzanschlüssen und Mobiltelefonen. Hier – das macht jeder Privathaushalt bereits heute – kann man richtig Geld sparen, wenn man für Anrufe auf ein Handy das eigene Mobiltelefon nutzt oder vom Handy aus das Mobiltelefon und nicht den Festnetzanschluss des Angerufenen anwählt. Denn Verbindungen von Mobilfunk zu Mobilfunk – insbesondere wenn sie über denselben Netzbetreiber laufen – sind meist preiswerter als netzübergreifende Verbindungen zwischen Fest- und Mobilfunknetzen. Im Business-Umfeld hingegen ist das Telefon ein Gebrauchsgegenstand, den man mehr oder minder gedankenlos nutzt. Man möchte sich auf die Inhalte des Gesprächs, nicht auf dessen Kosten konzentrieren. Deshalb ist eine Art Least-Cost-Router sinnvoll, der automatisch den günstigsten Weg des Verbindungsaufbaus wählt. In der Regel sollte ein solcher Router den Weg zum mobilen Gesprächspartner über den gleichen Mobilfunkanbieter einschlagen, wie ihn der Angerufene nutzt.
GSM-Gateway – der Ausweg aus der Kostenfalle Der deutsche Telekommunikationsspezialist Vierling aus Ebermannstadt bei Nürnberg hat mit den Ecotel GSM-Gateways eine solche Lösung im Programm, die – einmal implementiert – von der ersten Sekunde an hilft, Kosten zu sparen. Die Grundidee ist simpel, in Österreich lässt sie sich allerdings schon länger in die Tat umsetzen. Dort gibt es seit vielen Jahren geeignete Mobilfunktarife, die besonders preiswertes Mobiltelefonieren zulassen. In Deutschland sind vergleichbare Tarife erst seit etwa 2005 auf dem Markt. Vierling bietet mit den Ecotel GSM-Gateways eine "Blackbox", in die man SIM-Karten einsetzt, und die sich in Bezug auf jede eingebaute Karte nach außen verhält wie ein Handy. Firmenintern hingegen ist das Gerät an die Telefonanlage angeschlossen. Die österreichische Dachser-Niederlassung arbeitet mit Siemens HiPath TK-Systemen – ein Grund mehr für die Telekom- und Netzwerkspezialisten bei Dachser, sich auf die Lösung von Vierling zu verlassen, die speziell für HiPath-Systeme zertifiziert ist. Dabei hatte die IT-Abteilung nach Angaben von Robert Schissler, IT-Leiter der österreichischen Dachser-Tochter kaum Probleme mit Installation und Inbetriebnahme der Geräte (dass dies so gut wie nie ohne kleinere Komplikationen funktioniert, ist eine uralte IT-Weisheit).
Einsparungen auch bei eingehenden Anrufen Mit etwas mehr Aufwand verbunden war hingegen die korrekte Nutzung der Technik durch die eigenen mobilen Mitarbeiter, denn Kosteneinsparungen sollten nicht nur bei ausgehenden Calls in die Mobilfunknetze entstehen: Die mobilen Mitarbeiter des Logistik-Dienstleisters – das heißt, vor allem die Fahrer – mussten darauf eingeschworen werden, beim Anruf vom Handy aus in die Firma ab Einrichtung des GSM-Gateways eine andere Nummer zu wählen: Ein Kanal wurde nämlich für eingehende Anrufe reserviert. Diese Selbstdisziplin zahlt sich nun bei Dachser aus: Die Kom-munikationskosten konnte das Unternehmen auch bei Verbindungen von Mitarbeiterhandys mit unternehmenseigenen Festnetzanschlüssen derart drastisch senken, dass sich die – durchaus nicht billigen – Geräte schon nach einem halben Jahr amortisiert hatten. Genau dieses Ziel hatte sich die EDV-Abteilung um Robert Schissler gesetzt: Die Geräte sollten sich im Nu selbst bezahlen. "Hinter der Entscheidung für Vierling GSM-Gateway standen kein technischer Hype oder andere emotionale Wahrnehmungen – allein die Rentabilität war entscheidend", erläutert Schissler.
Erfahrungen im Betrieb Dachser in Österreich verfügt derzeit über insgesamt zehn GSM-Kanäle, über die das Gros der Gespräche abgewickelt wird. "Wenn wir mehr Kanäle installiert hätten," erklärt Schissler, "dann wäre der Spareffekt nicht so eklatant ausgefallen. Bei höheren Anschaffungskosten wären auf den einzelnen GSM-Kanal weniger Gesprächsminuten entfallen." Dies ergibt Sinn, wenn man sich das Funktionsprinzip der Geräte ansieht: Die eigentliche Steuerung geht von der Telefonanlage aus, die bei Mobilfunkvorwahlen die Gespräche – für den Nutzer transparent – an das GSM-Gateway weiter-reicht. Dieses wiederum trifft die Entscheidung, welche der SIM-Karten den günstigsten Tarif für die gewünschte Verbindung bietet. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn eine Firma aufgrund "gewachsener Strukturen" verschiedene Mobilfunk-Provider zur Ausstattung der Mitarbeiter mit Mobiltelefonen nutzt. Ein Clou an den Ecotel-Gateways ist, dass sie neben der Adressierung von GSM-Funkverbindungen auch mit anderen Transporttechniken umgehen können. Denkbar – und natürlich heute schon möglich – sind VoIP-Anwendungen (Voice over IP). Die Fähigkeit des Geräts, ein abgehendes Gespräch wieder an die Telefonanlage zurückzugeben und über das ISDN-Netz leiten zu lassen, wenn kein Kanal mehr frei ist, ist eine der Funktionen, die man bei Dachser besonders schätzt: Die meisten Aufträge im Nahverkehr sind zeitkritisch – da muss die Spedition den jeweiligen Fahrer sofort erreichen und nicht erst auf einen freien Kanal warten. In der entgegen gesetzten Richtung funktioniert dies in der bei Dachser in Österreich genutzten Version nicht: Wird der Kanal für eingehende Mobil-Gespräche angerufen, während dort gesprochen wird, dann stößt man auf ein Besetzt-Zeichen.
Fazit Die Ecotel GSM-Gateways von Vierling bieten ein enormes Sparpotential. Dabei sind die Geräte als Zubehör für alle gängigen Typen von TK-Anlagen konzipiert, so dass sie annähernd alle Unternehmen nutzen können, deren Controller sich schon lange über zu hohe Kom-munikationskosten ärgern. Insbesondere sind die Geräte für den Einsatz an Siemens HiPath Systemen optimiert und zertifiziert.
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Zusatzoptionen Eine wichtige Zusatzoption, die bei Dachser allerdings nicht zum Einsatz kommt, ist adaptives Rerouting durch die Software des GSM-Gateways: Dabei wird eine Einschränkung des Gateways elegant aufgehoben: Ruft ein Mitarbeiter einer Firma via Ecotel einen Kollegen auf dessen Handy an, verhindert die Architektur des GSM-Netzwerks die Übermittlung der Durchwahl-Rufnummer des Anrufers. Ist das Handy entweder offline oder der Kollege hebt nicht ab, so wird er vermutlich zu einem späteren Zeitpunkt den "Anruf in Abwesenheit" beantworten. Dazu wählt er die übermittelte Nummer der im Gateway eingesetzten SIM-Karte und landet folgerichtig auf dem GSM-Gateway: Dieses fordert ihn per Sprachansage auf, die gewünschte Nebenstelle nachzuwählen oder sich mit der Zentrale verbinden zu lassen. Es bleibt für den Rückrufer nicht erkennbar, wer ihn angerufen hat. An dieser Stelle setzt das adaptive Rerouting ein: Das Ecotel-Gateway merkt sich den letzten erfolglosen Verbindungsversuch zu diesem Handy und stellt bei dessen Rückruf direkt zu der Nebenstelle durch, die den letzten Anrufversuch unternommen hat. Der im Gerät installierte Speicher hält die Daten aller erfolglosen Anrufe für eine frei konfigurierbaren Zeitraum fest. Ebenfalls keine Rolle spielte bei Dachser die an sich interessante Überlegung, dass ein solches Ecotel-Gateway im Fall einer längeren Festnetzstörung den Telefonbetrieb zumindest eingeschränkt aufrecht erhalten kann – dies ist ein praktischer Nebeneffekt des Geräts. Denn gerade, wenn ein Bagger die telefonische Hauptschlagader eines Häuserblocks durchgerissen hat, kann man – mit weniger Kanälen als sonst, aber eben doch – über das Ecotel Gateway weiter telefonieren: Die Funkverbindungen und Basisstationen müssen nämlich von solchen Schäden nicht unbedingt betroffen sein. |
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